Open Space Büroflächen akustisch gestalten

Schlechte Akustik stellt das Hauptproblem in vielen großflächigen Büroräumen dar. Dies wurde im Laufe der letzten Jahre mit Hilfe einer Reihe von internationalen Studien bewiesen. Wie sich gezeigt hat, wirkt permanent und ohne mögliche Gegenwehr Lärm auf die Mitarbeiter ein. Die Folgen sind Konzentrationsschwäche, Unbehagen und nicht selten hohe Fehlzeiten des Personals, denn ein unerwünschter Dauer-Geräuschpegel bedeutet Stress und macht krank.

Als Konsequenz daraus gibt es Regeln und Normen, die die Menschen schützen sollen. Anzuführen sind hier z.B. §15 der Arbeitsstättenverordnung oder die VDI-Richtlinie 2569 "Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro". Dort ist festgelegt, dass der Schallpegel die Grenze von 55 dB(A) nicht überschreiten darf.

In der Praxis wird oft versucht, eine akustische Verbesserung durch Teppiche oder Stellwände zu erzielen. Die Erfolge sind meist sehr gering, da ein Teppichboden in der Regel nur den Schall in den sehr hohen Frequenzbereichen schluckt. Der relevante Bereich in der Raumakustik liegt jedoch zwischen 500 und 2000 Hertz. Auch die akustischen Dämpfmöglichkeiten mit Stellwänden sind begrenzt. Ihre geringe Fläche sowie die große Dichte machen auch sie zu schlechten Schallschluckern.

Bei den Trennwänden unterscheiden wir zwei Arten. Zum einen gibt es solche, die den Schall absorbieren, zum anderen solche, die den Schall reflektieren. Beide Trennwand-Varianten haben den Zweck, den direkten Schall - z.B. zum gegenübersitzenden Kollegen - zu stoppen.

open spacePrinzipiell ist es ein schwieriges Unterfangen den Schall zu stoppen. Der Grund liegt darin, dass Schall nicht gebündelt auftritt, sondern kugelförmig gestreut wird. Somit trifft er auf alle umgebenden Flächen, und wenn diese hart und reflektierend sind, wird der Schall von dort aus zurückgeworfen. Es entsteht ein so genannter Nachhall.

Ausgehend von der Natur, die bekanntlich keine Wände kennt, wäre ein Arbeitsplatz mit Trennwand unter freiem Himmel die akustisch optimale Lösung. Diese Erkenntnis fordert uns förmlich dazu auf, für offene Büroumgebungen nach ähnlichen Bedingungen zu suchen, wie sie uns unter freiem Himmel begegnen. Der einfachste Lösungsansatz ist hier, solche Materialien zum Einsatz zu bringen, die den Schall absorbieren.