Raumakustik planen

Raumakustik2Wie der Abbildung zu entnehmen ist, ist es wichtig, den Schall an Decken und Wänden zu schlucken, bevor dieser sich weiter ausbreiten kann. Der Effekt, der dadurch erreicht wird, ist, dass die Nachhallzeit sinkt und es merklich leiser wird. In der Folge ergibt sich zudem noch ein "Schneeballeffekt". Indem es im Raum insgesamt leiser wird, werden alle in ihm befindlichen Personen ebenfalls leiser, denn sie müssen sich nicht mehr gegen andere Lärmquellen durchsetzten.

 

 

Schlussfolgerung:

Die zuweilen gestellte Frage, ob nur der Himmel Lärm schluckt, kann klar verneint werden. Großraumbüros lassen sich akustisch optimal gestalten, so dass Lärm bzw. ein erhöhter Schallpegel kein primäres Problem mehr sein kann. Es kommt vor allen Dingen darauf an, die Akustik in die Planungsarbeiten vor der Erstellung der Fläche rechtzeitig mit einzubeziehen. Die Decke stellt die größtmögliche Fläche dar, die mit hoch absorbierendem Material ausgekleidet werden kann und muss. Die Wandflächen sollten ebenfalls in das akustische Kalkül einbezogen werden. Bei einem Neubau ist die beschriebene Akustikpaneelanordnung zwingend erforderlich, bei einer Sanierung muss örtlichen Gegebenheiten Rechnung getragen werden.

Um Planern und Nutzern die Auswahl von Akustikdecken und Akustikwandpaneelen zu erleichtern, gibt es Normen, mit denen schallabsorbierende Materialien in eine Werteskala eingeteilt werden. Großraumbüros sollten nur schallabsorbierende Materialien der Absorptionsklasse A enthalten. Diese Materialien besitzen einen Schallabsorptionswert αw>0,9.


Interessant ist, dass auch im Bereich der akustischen Nachbesserungen vielfältige Wege beschritten werden können. Dies ist sogar meist ohne einen Verlust der Deckenhöhe und ohne eine Beeinträchtigung der architektonischen Struktur möglich. Da der sensible und überaus wichtige Bereich der Raumakustik ein weites Betätigungsfeld mit vielen "Fallen" ist, sollte für fast alle Objekte eine Beratung durch einen Akustikexperten erfolgen.