Raumakustik planen

Harte, reflektierende Materialien sind schlechte Schallabsorber. Beispiele hierfür sind Metall, Gipskarton oder Spanplatten. Physikalisch sind sie so konzipiert, dass sie aufgrund ihrer Dichte die auftreffenden Laute zurückwerfen, aber nicht aufnehmen können. So genannte "weiche" Materialien eignen sich da viel besser. Sie nehmen den Schall auf und wandeln ihn in eine andere Energieform um.

Das Resultat ist die Dämpfung des Schallpegels auf das richtige Maß. Um das zu erreichen, ist allerdings darauf zu achten, dass das absorbierende Material eine bestimmte Dicke aufweist bzw. dass eine rückseitige Tiefe (z.B. ein Deckenhohlraum) vorhanden ist. Letzteres ist besonders vorteilhaft, um eine Schallabsorption im tiefen Frequenzbereich zu erzielen. Für die Planung und den Bau von offenen Büroflächen bedeutet all dies, dass sie mit schallabsorbierenden Akustikdecken oder Wandpaneelen in einer Stärke von mindestens 40 mm ausgestattet werden sollten.

RaumakustikWie bereits erwähnt, sollte auch ein Hohlraum hinter dem Akustikmaterial eingeplant werden. Damit die Büroetage die optimale Akustik erhält, muss eine relativ große Fläche an absorbierendem Material eingesetzt werden.

Architektonisch gesehen bietet hierbei die Decke die besten Voraussetzungen. Nahe liegend ist dann auch die Empfehlung, in den akustisch sensiblen Open Space Flächen die Decke vollflächig mit Absorbermaterial zu verkleiden. Sofern genügend Wandfläche zur akustischen Verkleidung zur Verfügung steht, kann auch diese genutzt werden. Dabei sollte beachtet werden, dass man bei zwei Wänden, die ausgekleidet werden sollen, nicht die einander gegenüberliegenden nutzt, sondern die angrenzenden. Das vermeidet den so genannten "Pingpong-Effekt". Besonders wirkungsvoll ist die Verwendung von absorbierendem Material in den Eckbereichen zwischen Decke und Wand, weil von dort aus der Schall, wenn er nicht geschluckt wird, immer in den Raum zurückgeworfen wird.